
Mit den Seldschuken und später den Osmanen kam eine neue Ära nach Kappadokien. Die Region wurde Teil eines großen Reiches, in dem über Jahrhunderte Muslime und Christen nebeneinander lebten.
Die osmanische Ära
Aus seldschukischer und osmanischer Zeit stammen Karawansereien, Moscheen und Hammams der Region. Die griechisch-orthodoxe Bevölkerung blieb bis zum Bevölkerungsaustausch der 1920er-Jahre prägend – danach wandelte sich das Gesicht vieler Orte.
Häufige Fragen
Was hinterließen die Osmanen in Kappadokien?
Karawansereien, Moscheen, Hammams und eine lange Phase des Zusammenlebens verschiedener Religionsgruppen.
Was geschah in den 1920er-Jahren?
Beim Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei verließ die griechisch-orthodoxe Bevölkerung die Region.
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Die osmanische Periode (1071–1922) brachte tiefgreifende Veränderungen in Kappadokien mit sich. Nach der seldschukischen Invasion begann ein jahrhundertelanger Prozess der Türkisierung und Islamisierung, der die Region nachhaltig prägte.
Seldschuken und frühe Osmanen
Nach der Schlacht von Manzikert (1071) begannen türkische Stämme, Anatolien zu besiedeln. Kappadokien wurde Teil des Sultanats der Rum-Seldschuken, die ihre Hauptstadt in Konya hatten. Die seldschukische Architektur – Karawansereien, Moscheen und Mausoleen – prägt noch heute viele Städte der Region.
Koexistenz der Kulturen
Bemerkenswert ist, dass die christlichen Gemeinden (Griechen und Armenier) auch unter osmanischer Herrschaft weiterexistierten. Bis zum Bevölkerungsaustausch von 1923 zwischen Griechenland und der Türkei lebten griechischsprachige Christen in Kappadokien.
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